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Neuer Kooperationspartner

 

 

Die Linden-Realschule kooperiert seit Februar dieses Jahres mit Chancenwerk e.V. 

Seien es Probleme in Mathematik, Deutsch, Englisch oder Chemie – die Schülerinnen und Schüler der Linden-Realschule können seit kurzem die besondere Lernförderung des gemeinnützigen Vereins Chancenwerk e.V. wahrnehmen. Der Träger der freien Jugendhilfe unterstützt mit seiner „Lernkaskade“ vor allem Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien.

Von Mitschülerinnen und Mitschülern lernen

In der Linden-Realschule helfen Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 nach Schulschluss jüngeren Kindern der Schule bei ihren schulischen Aufgaben. Angeleitet wird die Lernförderung durch einen qualifizierten Studierenden. Für ihr Engagement erhalten die älteren Schülerinnen und Schüler gezielte Nachhilfe in einem Problemfach ihrer Wahl durch fachlich kompetente Studierende. „Ältere Schülerinnen und Schüler verbessern so nicht nur ihre Leistungen, sondern engagieren sich zudem für die Gemeinschaft. Die jüngeren Kinder sehen schon früh, dass es gewinnbringend ist, wenn man andere unterstützt. Zudem ist das gemeinsame Lernen mit positiven Vorbildern sehr motivierend“, erklärt Sabine Albrecht, kommissarische Schulleiterin der Linden-Realschule, über die Motivation der Schule, die Idee von Chacnenwerk e.V. an die Linden-Realschule zu holen.

 

Lernförderung unabhängig von sozialer Herkunft

„Die Tauschwährungen“, so der geschäftsführende Vorsitzende und Mitgründer von Chancenwerk e.V., Murat Vural, „sind Wissen und Zeit, mit denen die Jugendlichen der höheren Jahrgangsstufen die eigene Lernförderung wahrnehmen können, nicht das Geld.“ Die Eltern der jüngeren Kinder zahlen lediglich einen subventionierten Beitrag pro Monat. „Dadurch erhalten auch Kinder, die sozial benachteiligt sind, die Unterstützung, die sie benötigen“, erklärt der Vorsitzende des seit 13 Jahren existierenden Vereins. „Wichtig ist die Lernförderung durch Chancenwerk deshalb, weil es viele Eltern gibt, die ihre Kinder aus den unterschiedlichsten Gründen beim Lernen nicht selbst unterstützen, sich aber auch keine Nachhilfe leisten können“, betont Sabine Albrecht die Bedeutsamkeit des Lernmodells für die Schule. Ziel sei es, eine langfristige Kooperation aufzubauen. „Das Interesse unter den Kindern und Jugendlichen ist sehr groß“, freut sich Sabine Albrecht, „auch die Eltern sind von dem Projekt angetan.“

 

Herausforderung der Chancengerechtigkeit im deutschen Schulsystem

Die Idee für die Arbeit von Chancenwerk e.V. stammt von den Gründern Murat und Şerife Vural. Das Geschwisterpaar mit türkischen Wurzeln hat selbst erlebt, wie wichtig die Unterstützung für Kinder aus bildungsferneren Familien ist: „Den Bildungsverlauf junger Menschen von ihrer sozioökonomischen Herkunft zu trennen, ist nach wie vor eine große Herausforderung in Gesellschaft und Politik“, so Murat Vural. „Wir sprechen vor allem lernschwache Kinder aus einem sozial schwierigen Umfeld an; grundsätzlich profitieren aber alle Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschulen“, ergänzt Mikal Reda, Pädagogische Koordinationskraft bei Chancenwerk e.V.

 

Spendengelder ermöglichen die Lernhilfe

Förderpartner wie etwa Stiftungen und Unternehmen finanzieren die Lernförderung. Pro jüngerem Kind, dessen Eltern einen subventionierten Beitrag leisten, benötigt der Verein jährlich 500 Euro. Mit der Förderung von zwei jüngeren Kindern kann zusätzlich ein älteres Kind an der „Lernkaskade“ teilnehmen. Außerdem können damit auch solche Kinder mitmachen, deren Eltern keinen monatlichen Beitrag aufbringen können. „Die Spendengelder werden gezielt dorthin geleitet, wo das Elternhaus nicht für Nachhilfekosten aufkommen kann und auch keine staatliche Förderung vorgesehen ist“, so die Operative Geschäftsleiterin, Şerife Vural.

Nähere Informationen zum Verein und zu den zuständigen Ansprechpartnern können Sie der Homepage entnehmen: www.chancenwerk.de/wer-sind-wir/team.

 

 

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